Montmartre
Montmartre ist ein hügeliger Stadtteil im Norden von Paris, geprägt von Treppen, engen Gassen, alten Fassaden und überraschenden Ausblicken. Er passt zu Reisenden, die gern zu Fuß unterwegs sind, ein Viertel mit eigenem Rhythmus suchen und sich nicht an Steigungen oder vielen Besuchern rund um Sacré-Cœur stören. Der besondere Reiz liegt im Wechsel zwischen belebten Touristenwegen und stillen Seitenstraßen: Hinter der nächsten Ecke wirkt Paris oft plötzlich wie ein kleines Dorf.
Sehenswürdigkeiten in diesem Stadtteil
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Montmartre fühlt sich wie ein eigenes kleines Städtchen innerhalb von Paris an. Der Hügel macht aus fast jedem Spaziergang eine Folge aus Treppen, Steigungen und überraschenden Aussichtspunkten. Rund um die Basilika Sacré-Cœur ist es laut und voll, doch wenige Schritte abseits wird der Rhythmus spürbar langsamer.
Die Architektur wirkt unregelmäßig und lebendig: niedrige Häuser, alte Fassaden, schmale Straßen, Innenhöfe und Gassen, die keiner geraden Logik folgen. Hier gibt es weniger repräsentatives Paris und mehr den Charakter eines alten Viertels mit eigener Erinnerung, eigenen Gewohnheiten und einem lokalen Takt.
Tagsüber wechselt der Bezirk zwischen touristischem Trubel und beinahe dörflicher Ruhe. An den bekannten Wegen drängen sich Besucher, während sich hinter den nächsten Ecken kleine Plätze, stille Treppen und unscheinbare Winkel öffnen. Gerade dieser Kontrast macht den besonderen Reiz von Montmartre aus.
Am besten erkundet man den Hügel ohne festen Zeitplan und mit etwas Ausdauer. Bequeme Wege sind nicht überall zu erwarten, dafür belohnt der Bezirk den Umweg oft mit einer neuen Perspektive auf die Stadt.
Atmosphere
Montmartre wirkt wie ein unregelmäßig gewachsenes Dorf auf einem Pariser Hügel: niedrige Häuser, alte Fassaden, enge Gassen, Treppen und kleine Innenhöfe wechseln sich ab.
Rund um Sacré-Cœur herrscht tagsüber ein dichter Strom aus Besuchern, Straßenkünstlern und Souvenirverkäufern; in den ruhigeren Seitenstraßen trifft man eher auf Anwohner, Spaziergänger und Menschen, die in kleinen Cafés sitzen oder ihre Hunde ausführen.
Am Abend bleiben die großen Wege belebt, während sich der Rhythmus abseits der Basilika spürbar verlangsamt. Man hört Gespräche aus Bars und Restaurants, Musik von der Straße, Schritte auf dem Pflaster und gelegentlich den Lärm der Stadt aus den tiefer liegenden Vierteln.
Zwischen den Treppen und Aussichtspunkten begegnet man Paaren, Freundesgruppen, Fotografen und Nachtschwärmern – mit Blick über die Lichter von Paris.
How to get there
Flughafen Charles de Gaulle | RER B bis Gare du Nord, weiter zu Fuß oder mit Métro 4 und 12 Richtung Abbesses; etwa 45–60 Minuten, 14 €. Taxi ins rechte Seineufer etwa 40–60 Minuten, rund 56 €. Flughafen Orly | Métro 14 bis Châtelet, dort Umstieg auf Métro 4 und 12 Richtung Abbesses; etwa 40–50 Minuten, 14 €.
Taxi etwa 35–50 Minuten, rund 44–45 €. Zentrum rund um Louvre und Châtelet | Mit Métro 4 bis Barbès–Rochechouart und zu Fuß weiter oder mit Métro 12 bis Abbesses; etwa 20–30 Minuten, 2,55 €. Der Bus 40 fährt vom Bereich Le Peletier über den Hügel bis in die Nähe von Sacré-Cœur; etwa 20–30 Minuten, 2,05 €.
Bahnhof Paris-Nord | Zu Fuß zum unteren Montmartre etwa 20–25 Minuten oder mit Métro 4 bis Barbès–Rochechouart; etwa 10–20 Minuten, 2,55 €. Eiffelturm | Mit Métro 6 bis Charles de Gaulle–Étoile, dort Umstieg auf Métro 2 bis Anvers; etwa 30–40 Minuten, 2,55 €.
Getting around
Montmartre erkundet man am besten zu Fuß. Die wichtigsten Wege rund um Sacré-Cœur sind gut erschlossen, aber steil, oft von Treppen unterbrochen und bei hohem Besucheraufkommen mühsam. Die Standseilbahn zur Basilika spart den Aufstieg, ersetzt jedoch keine Spaziergänge durch die ruhigeren Seitenstraßen.
Für längere Strecken sind Métro-Stationen wie Anvers, Abbesses, Pigalle oder Lamarck–Caulaincourt praktisch, liegen aber meist am Rand der eigentlichen Hügelzone.
Taxis und Fahrdienste sind bequem, wenn Gepäck, schlechtes Wetter oder die Steigungen zum Problem werden. Im Zentrum von Montmartre kommen sie wegen enger Straßen, Einbahnregelungen und vieler Fußgänger nicht immer direkt ans Ziel; kurze Wege bleiben zu Fuß oft schneller.
Für die An- und Abreise oder den Wechsel in andere Viertel sind Taxi-Apps nützlich, innerhalb des Viertels aber nur bedingt.
Best time to visit
Am angenehmsten ist Montmartre am frühen Morgen, wenn die Wege rund um die Basilika Sacré-Cœur noch vergleichsweise ruhig sind und das Licht über den Dächern liegt. Auch der späte Nachmittag und der Abend eignen sich, sobald die größten Besuchergruppen weitergezogen sind.
An heißen Sommertagen sollten Sie die steilen Anstiege in die kühleren Morgenstunden legen. Wochenenden sind deutlich belebter; für entspannte Spaziergänge sind Wochentage im Frühling oder Herbst meist die bessere Wahl.
Top attractions in this area
Basilika Sacré-Cœur | Wahrzeichen auf dem Montmartre-Hügel mit weitem Blick über Paris und besonders eindrucksvoller Lage am oberen Ende der Treppen. Place du Tertre | Lebendiger Platz mit Künstlern, Cafés und viel Publikumsverkehr, der die touristische Seite Montmartres zeigt.
Musée de Montmartre | Museum zur Geschichte des Viertels und seiner Künstler in einem historischen Gebäude mit ruhigem Garten. Moulin de la Galette | Historische Windmühle und Erinnerung an Montmartres frühere Ausflugslokale und Tanzlokale.
Cimetière de Montmartre | Atmosphärischer Friedhof mit alten Grabstätten, schattigen Wegen und einem überraschend stillen Kontrast zum belebten Viertel.
Where to stay
Das Unterkunftsangebot auf dem Montmartre reicht von einfachen, budgetfreundlichen Hotels und kleinen Pensionen bis zu komfortablen Häusern der großen Ketten. Besonders häufig sind kleinere Boutiquehotels in historischen Gebäuden, oft mit individuell eingerichteten Zimmern und mehr Atmosphäre als Platz.
In den ruhigeren Seitenstraßen findet man eher ein wohnliches Viertelgefühl, während Unterkünfte nahe Sacré-Cœur stärker vom Besucherstrom geprägt sind.
Wer auf den Preis achtet, sollte die Nähe zu den beliebtesten Aussichtspunkten und die Hauptwege rund um die Basilika nicht automatisch als Vorteil sehen: Dort zahlt man oft für die Lage und muss mit mehr Lärm rechnen.
Im Premiumsegment zählen vor allem renovierte Häuser, besondere Blicke über Paris und eine gute Anbindung ohne direkten Trubel vor der Tür. Für die Auswahl sind ein Aufzug, die Lage an einem weniger steilen Zugang und die Geräuschsituation wichtiger als eine möglichst kurze Entfernung zu Sacré-Cœur.
Dining
Die Gastronomieszene in Montmartre ist vor allem unkompliziert und auf Spaziergänger eingestellt. Rund um die Basilika Sacré-Cœur dominieren Cafés, Crêperien, Bäckereien, kleine Imbisse und klassische Bistros; dazu kommen Marktstände und Streetfood, aber kein ausgeprägter Food-Court im eigentlichen Sinn.
Viele Lokale arbeiten vom Frühstück bis zum späten Abend, während Bäckereien und Cafés oft früh beginnen. Für einen Snack oder ein einfaches Mittagessen sollte man grob mit 8 bis 15 Euro rechnen, ein Casual-Dining-Abend liegt meist eher bei 20 bis 35 Euro pro Person.
Abseits der Hauptwege wird die Auswahl ruhiger und lokaler: kleine französische Restaurants, Weinbars und moderne Bistroküchen ersetzen zunehmend die touristischen Standardmenüs.
Fine Dining ist nicht das prägende Format des Viertels, einzelne anspruchsvollere Adressen gibt es dennoch; dort beginnt der Abend meist deutlich über 60 Euro pro Person und kann je nach Menü weit darüber liegen.
In den meistbesuchten Straßen zahlt man oft auch für die Lage, während ein paar Minuten Fußweg abseits der Basilika häufig ein entspannteres Verhältnis von Qualität und Preis bieten.
Shopping
Montmartre hat kein großes Einkaufszentrum, sondern lebt von kleinen Läden und verstreuten Einkaufsstraßen. Rund um die Rue des Abbesses und die Rue Lepic finden sich Boutiquen, Concept Stores, Feinkostläden und Geschäfte für den täglichen Bedarf.
In den ruhigeren Seitenstraßen liegen außerdem kleine Galerien, Buchhandlungen und Läden mit lokalem Kunsthandwerk.
Rund um die Basilika Sacré-Cœur und den Place du Tertre konzentrieren sich Souvenirläden, Kunstdrucke und touristische Stände. Die Auswahl ist entsprechend stärker auf Besucher ausgerichtet. Für einen gezielteren Bummel eignen sich die Rue des Abbesses und die Rue Lepic besser als die stark frequentierten Wege auf dem Hügel.
Practical tips
Schuhe | Bequeme Schuhe mit gutem Halt tragen: Montmartre ist voller Treppen, Steigungen und unebener Wege
Geld | Für kleine Einkäufe etwas Bargeld dabeihaben, aber nicht die Geldbörse offen in dichtem Gedränge zeigen
Warteschlangen | Rund um die Basilika Sacré-Cœur früh oder später am Tag kommen und für beliebte Orte Wartezeit einplanen
Routen | Nicht nur dem Hauptweg zur Basilika folgen, sondern bewusst in ruhigere Seitenstraßen und Gassen abbiegen
Häufiger Fehler | Die Steigungen und Entfernungen unterschätzen: Eine scheinbar kurze Strecke kann durch Treppen deutlich länger und anstrengender werden
Safety
Montmartre gilt tagsüber grundsätzlich als sicher. Rund um Sacré-Cœur und auf den stark frequentierten Wegen ist jedoch mit Taschendiebstahl und Ablenkungsmanövern zu rechnen, besonders bei dichtem Gedränge und an Aussichtspunkten. Wertsachen sollten nah am Körper bleiben.
Nachts wird es in den steilen, abgelegeneren Gassen und auf wenig belebten Treppen deutlich ruhiger. Bleiben Sie dort auf gut beleuchteten Wegen und meiden Sie unnötige Abkürzungen durch menschenleere Ecken. Der touristische Kern ist meist belebt, aber nicht überall gleich angenehm.
Photo spots
Vorplatz der Basilika Sacré-Cœur | früh am Morgen oder zum Sonnenuntergang | Blick über die Dächer von Paris und die monumentale weiße Basilika | Treppen unterhalb von Sacré-Cœur | morgens für weniger Menschen, abends für warmes Licht | lange Perspektive über die Stufen, die Stadt und das Treiben am Hang | Rue de l’Abreuvoir | am späten Nachmittag | schmale Straße, niedrige Häuser und der charakteristische Blick auf Montmartre | Ruhige Seitenstraßen und kleine Plätze rund um den Hügel | vormittags oder am frühen Abend | alte Fassaden, Treppen, Innenhöfe und dörfliche Ecken abseits der Hauptwege
Nearby neighborhoods
Von Montmartre aus lassen sich Pigalle und South Pigalle bequem zu Fuß erreichen, mit Bars, kleinen Bühnen und einem deutlich urbaneren Rhythmus. Richtung Westen schließt sich Batignolles mit ruhigeren Straßen und lokalen Cafés an.
Im Süden führt der Weg nach Barbès und La Chapelle, zwei lebhafte Viertel mit vielfältiger Alltagskultur und einem weniger polierten Stadtbild.
💡 Nützliche Tipps
- Der klassische Weg zur Basilika Sacré-Cœur führt über die Treppen der Rue Foyatier mit rund 220 Stufen. Wer den Anstieg vermeiden möchte, nimmt dort die Standseilbahn; oben beginnt der Rundgang direkt an der Basilika.
- Der Metro-Ausgang Abbesses liegt zwar zentral, führt aber nicht direkt auf den höchsten Punkt des Hügels. Von dort geht es zunächst durch das Viertel, statt sofort die meistbesuchte Route zur Basilika zu nehmen.
- Für die Aussicht ist der Vorplatz von Sacré-Cœur der offensichtliche Halt. Ruhiger wird es, wenn man anschließend über die westlichen und nördlichen Seiten des Hügels weitergeht.
- Place du Tertre ist vor allem tagsüber stark frequentiert. Für eine angenehmere Runde zuerst durch die Rue des Saules, an den Weinbergen von Montmartre vorbei, und erst später zum Platz zurückkehren.
- Die Rue de l'Abreuvoir gehört zu den bekanntesten Fotomotiven des Viertels. Früh am Morgen wirkt sie deutlich entspannter; in der Hauptzeit sollte man sie eher als kurzen Zwischenstopp einplanen.
- Rund um Sacré-Cœur ändern sich Atmosphäre und Geräuschpegel oft innerhalb weniger Minuten. Sobald man von der Basilika bergab in Richtung Rue Lepic oder Rue des Abbesses geht, wird der Rhythmus lokaler und die Wege werden weniger auf das Fotografieren ausgerichtet.
- Eine abwechslungsreiche Route verbindet Sacré-Cœur, Place du Tertre, Rue des Saules, Rue de l'Abreuvoir und Rue Lepic. Sie führt durch die bekanntesten Bereiche, ohne nur auf dem Vorplatz der Basilika zu bleiben.
- Die Rue Lepic eignet sich als praktische Verbindung zwischen dem oberen Montmartre und dem lebhafteren Teil rund um die Rue des Abbesses. Dabei bleibt der Weg abwechslungsreich, aber stellenweise steil.
- Bequeme Schuhe sind wichtiger als eine genaue Tagesplanung: Selbst kurze Distanzen ziehen sich durch Treppen, Gefälle, Kopfsteinpflaster und häufige Fotostopps.
Vorteile
Atmosphärische Spaziergänge durch Treppen, Hänge und verwinkelte Gassen
Weite Ausblicke über Paris vom Montmartre-Hügel
Besondere Mischung aus Dorfgefühl, alten Fassaden und lebendigem Viertel
Viele Möglichkeiten, abseits der Hauptwege ruhigere Ecken zu entdecken
Guter Ausgangspunkt für einen Besuch der Basilika Sacré-Cœur
Nachteile
Viele Steigungen, Treppen und unebene Wege – ungeeignet für alle, die kurze und bequeme Wege brauchen
Rund um Sacré-Cœur oft sehr voll, laut und touristisch
Weniger geeignet für Reisende, die eine ruhige Lage nahe den wichtigsten Sehenswürdigkeiten suchen
Die verwinkelte Struktur kann Orientierung und tägliche Wege erschweren
Auf den beliebtesten Routen wirkt der Montmartre schnell überlaufen und wenig lokal
FAQ
Wie anstrengend ist ein Spaziergang durch Montmartre?
Wegen der Hänge, Treppen und unebenen Straßen sollten Sie bequemes Schuhwerk tragen und etwas mehr Zeit einplanen.
Ist Montmartre rund um die Basilika Sacré-Cœur sehr voll?
Ja, die beliebtesten Wege und der Bereich vor der Basilika sind oft belebt. In den Seitenstraßen wird es meist deutlich ruhiger.
Lohnt sich Montmartre auch ohne Besuch der Basilika Sacré-Cœur?
Ja, besonders wegen der kleinen Straßen, alten Fassaden, Treppen und überraschenden Ausblicke über Paris.
Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?
Früh am Tag oder am späteren Nachmittag ist die Atmosphäre meist entspannter als zu den Stoßzeiten rund um Sacré-Cœur.
Ist Montmartre für Familien und ältere Reisende geeignet?
Grundsätzlich ja, aber die Steigungen und Treppen können anstrengend sein. Planen Sie langsamere Wege und regelmäßige Pausen ein.