Conciergerie

Warum besuchen

Für wen es perfekt ist

Die Conciergerie ist ideal für Geschichtsinteressierte, die sich intensiv mit der Französischen Revolution und den letzten Tagen von Marie-Antoinette auseinandersetzen möchten. Auch Architekturfans kommen im gewaltigen gotischen Gardesaal auf ihre Kosten.

Da die Räumlichkeiten heute weitgehend leer stehen, entfaltet sich die historische Atmosphäre erst durch das interaktive HistoPad, das die Zellen und Säle mittels Augmented Reality visuell rekonstruiert.

Wer es lieber auslässt

Wer vollständig eingerichtete Paläste erwartet oder keine Lust auf digitale Guides hat, kann diesen Ort überspringen, da die kargen Steinmauern allein schnell eintönig wirken. Ein isolierter Besuch von knapp einer Stunde lohnt sich selten.

Praktischer Tipp: Steigen Sie an der Metrostation Cité (Linie 4) aus und nutzen Sie das zwingend vorab zu buchende Kombiticket für 30 Euro, um die düstere Historie der Conciergerie direkt mit den farbenprächtigen Glasfenstern der benachbarten Sainte-Chapelle zu verbinden.

Was Sie vorher wissen sollten

Die Conciergerie ist architektonisch beeindruckend, im Inneren jedoch weitgehend leer. Wer prächtig möblierte königliche Gemächer erwartet, wird hier enttäuscht sein.

Der Besuch lohnt sich vor allem für Geschichtsinteressierte, die sich für die düstere Epoche der Französischen Revolution und die letzten Tage von Marie-Antoinette begeistern.

Ohne das im Eintrittspreis enthaltene Augmented-Reality-Tablet (HistoPad) wirken die riesigen gotischen Gewölbe schnell kahl, weshalb dieses digitale Hilfsmittel für die visuelle Rekonstruktion der damaligen Räumlichkeiten absolut unverzichtbar ist.

Da der Rundgang selten länger als eine Stunde dauert, ergibt ein isolierter Besuch kaum Sinn. Planen Sie die düsteren Gefängniszellen am besten direkt als historisches Kontrastprogramm zu den leuchtenden Buntglasfenstern der benachbarten Sainte-Chapelle ein.

Praxistipp: Kaufen Sie für die Île de la Cité direkt das Kombiticket für 30 EUR. Es spart Ihnen Geld gegenüber dem Einzelkauf und bündelt die beiden wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Insel in einem nahtlosen, gut planbaren Rundgang.

🎫 Tickets, Touren & Rabatte

Welches Ticket Sie wählen sollten

Ein Standard-Einzelticket für Erwachsene kostet 13 EUR und reicht für einen vollständigen Rundgang völlig aus. Der größte Mehrwert dieses Tickets ist das inkludierte HistoPad.

Da die riesigen gotischen Säle und die historischen Gefängniszellen heute weitgehend leer stehen, ist dieses Augmented-Reality-Tablet unverzichtbar, um die Atmosphäre des Mittelalters und der Französischen Revolution visuell zum Leben zu erwecken.

  • Einzelticket (13 EUR): Ideal für einen schnellen, einstündigen Besuch der dunklen Geschichte.
  • Kombiticket (30 EUR): Die logischste Wahl, da es den Zugang zur direkt benachbarten Sainte-Chapelle einschließt.

Wichtig: Ein spontaner Ticketkauf vor Ort ist nicht möglich. Die Vorabreservierung eines festen Zeitfensters ist zwingend erforderlich. Die Anreise erfolgt am einfachsten über die Metrostation Cité (Linie 4).

Die beste Besuchszeit

Da sich die interessantesten Bereiche der Conciergerie – wie der riesige Saal der Wachen und die Zelle von Marie-Antoinette – im Inneren des massiven Steingebäudes befinden, ist das Erlebnis kaum vom Wetter oder Tageslicht abhängig.

Für einen ruhigen Besuch ohne dichte Menschenmengen eignen sich die frühen Morgenstunden direkt ab der Öffnung um 09:30 Uhr oder der späte Nachmittag. Der letzte Einlass erfolgt um 17:30 Uhr, bevor das Monument um 18:00 Uhr schließt.

Wer das Kombiticket nutzt, sollte seine Planung jedoch nach der Sainte-Chapelle richten. Besuchen Sie die Kapelle am späten Vormittag oder Mittag, wenn die Sonne die Buntglasfenster optimal ausleuchtet, und tauchen Sie erst danach in die schattigen Gewölbe der Conciergerie ab.

Kombitickets und Rabatte

Das offizielle Kombiticket mit der Sainte-Chapelle ist der absolute Bestseller und spart im Vergleich zum Einzelkauf Geld und Zeit. Für reguläre Einwohner der Europäischen Union gibt es dieses Ticket zu einem reduzierten Preis von 23 EUR.

Die Conciergerie ist zudem fester Bestandteil des Paris Museum Pass (und damit auch im Go City Paris Pass enthalten). Inhaber dieser Pässe haben freien Eintritt, müssen sich aber dennoch vorab online ein kostenloses Zeitfenster reservieren.

Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie EU-Bürger unter 26 Jahren besuchen das Monument generell kostenlos. Zudem ist der Eintritt an jedem ersten Sonntag im Monat während der Wintermonate für alle Besucher gratis.

Wann sich eine Führung lohnt

Für die allermeisten Besucher ist ein eigenständiger Rundgang völlig ausreichend. Das HistoPad leistet als digitaler Guide hervorragende Arbeit und rekonstruiert die historischen Räume der Schreckensherrschaft visuell weitaus eindrucksvoller, als es reine Beschreibungen könnten. Nach maximal einer Stunde haben Sie alles Wichtige gesehen.

Eine geführte Tour bietet echten Mehrwert nur für absolute Geschichtsenthusiasten, die tiefgehende Fragen zu den letzten Tagen von Marie-Antoinette, der Architektur der Île de la Cité oder den Prozessen des Revolutionstribunals stellen möchten.

Wer visuell orientiert ist oder mit der Familie reist, ist mit dem Tablet im eigenen Tempo deutlich besser bedient.

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Paris, Frankreich
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Gute Bedingungen für einen Besuch heute.

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Wann hingehen?

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Beste Zeit um Mo — 18:00

Dieser Tag hat durchschnittliche Besucherdichte. Dieser Slot hat eine höhere Chance auf einen angenehmen Besuch: Monument is closed.

30–50% · Ruhig60–80% · Mäßig90–100% · Überfüllt

Nächste Tage

HeuteExpect heavy weekend crowds and longer waits at the shared security checkpoint.
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MorgenAnother busy weekend day; arrive right at opening to avoid the longest security lines.
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Wie man den Eingang findet

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Ankunft am Boulevard du PalaisDer Eingang liegt nahe der Metrostation Cité. Achten Sie auf die Beschilderung, um sich nicht in der Warteschlange der benachbarten Sainte-Chapelle anzustellen.
2
Wartezeit auf der StraßeSelbst mit dem obligatorischen Vorab-Ticket für ein festes Zeitfenster staut sich der Besucherstrom vor dem Einlass.
3
Strenge Sicherheitskontrolle passierenDa die Anlage zum aktiven Justizpalast gehört, durchlaufen alle Besucher eine strikte Kontrolle mit Metalldetektoren und Taschenscannern.
4
Ticketscan und HistoPad abholenDirekt nach der Kontrolle wird Ihr Ticket gescannt und Sie erhalten das im Eintrittspreis inbegriffene Augmented-Reality-Tablet für den Rundgang.

Der Eingang zur Conciergerie befindet sich am Boulevard du Palais 2 auf der Île de la Cité. Die Anreise ist am einfachsten über die Metrostation Cité (Linie 4), von der aus Sie das Gebäude in wenigen Gehminuten erreichen. Halten Sie Ihr zwingend erforderliches Vorab-Ticket direkt griffbereit.

Da sich die Conciergerie den massiven Gebäudekomplex mit dem aktiven Pariser Justizpalast und der Sainte-Chapelle teilt, gibt es beim Einlass klare Abläufe:

  • Getrennte Eingänge: Die Conciergerie und die benachbarte Sainte-Chapelle haben separate Warteschlangen. Achten Sie auf die Beschilderung, damit Sie sich nicht versehentlich in die deutlich längere Schlange der Kapelle einreihen.
  • Sicherheitskontrollen: Aufgrund des angrenzenden Gerichtsgebäudes sind die Einlasskontrollen streng und ähneln den Abläufen am Flughafen.
  • Kombiticket-Wechsel: Wenn Sie das 30-Euro-Kombiticket für beide Sehenswürdigkeiten nutzen, gibt es keinen direkten Durchgang im Inneren. Sie müssen das erste Monument verlassen und sich am Eingang des zweiten erneut durch die Sicherheitskontrolle begeben.

Wichtig: Der letzte Einlass erfolgt exakt 30 Minuten vor der Schließung um 18:00 Uhr. Planen Sie Ihre Ankunft so, dass Sie die Sicherheitskontrolle bis dahin bereits passiert haben, um das HistoPad für Ihren Rundgang noch rechtzeitig entgegenzunehmen.

Praktische Einschränkungen und was mitzunehmen

Was Sie vor dem Besuch beachten sollten

Da sich die Conciergerie auf dem Gelände des aktiven Justizpalastes (Palais de Justice) befindet, gelten hier extrem strenge Sicherheitsvorkehrungen. Planen Sie ausreichend Zeit für die Taschenkontrollen und Metalldetektoren ein.

Selbst mit einem vorab gebuchten Zeitfenster-Ticket bilden sich oft Warteschlangen auf dem Gehweg vor dem Gebäude. Aufgrund der hohen Sicherheitsstufe kann die Polizei im Umfeld des Gebäudes Identitätskontrollen durchführen; führen Sie daher stets einen gültigen Ausweis beziehungsweise Reisepass mit sich.

Das historische Bauwerk ist nicht rollstuhlgerecht ausgebaut. Stellen Sie sich zudem darauf ein, dass es in den alten Gefängnisbereichen teilweise recht eng werden kann.

Wichtig: Die Eingänge zur Conciergerie und zur angrenzenden Sainte-Chapelle liegen zwar an derselben Straße (Boulevard du Palais), sind jedoch komplett voneinander getrennt. Achten Sie genau auf die Beschilderung, um sich nicht versehentlich in der falschen Schlange anzustellen.

Was erlaubt und was verboten ist

Aufgrund der Richtlinien für französische Regierungs- und Gerichtsgebäude wird das Mitbringen von Gegenständen streng kontrolliert.

  • Verboten:
  • Große Rucksäcke, Koffer und sperriges Gepäck
  • Motorradhelme
  • Glasflaschen
  • Sprühdosen (Aerosole)
  • Messer, Scheren und jegliche scharfe Gegenstände
  • Tretroller, Skateboards und Inlineskates
  • Erlaubt:
  • Kleine Tagesrucksäcke und Standard-Handtaschen
  • Kompakte, faltbare Kinderwagen (diese müssen zusammengeklappt durch den Röntgenscanner der Sicherheitskontrolle passen)

Schließfächer und Gepäck

Die Conciergerie bietet keine Garderobe und keine Schließfächer vor Ort an.

Da großes Gepäck an der Sicherheitskontrolle ausnahmslos abgewiesen wird, müssen Sie Koffer oder große Reisetaschen zwingend vor Ihrem Besuch im Hotel oder bei einem der externen, kostenpflichtigen Gepäckservices in den umliegenden Vierteln (wie Les Halles oder Saint-Michel) unterbringen.

💡 Nützliche Tipps

  • Der beste Blick auf die massiven mittelalterlichen Türme der Conciergerie bietet sich vom gegenüberliegenden Seine-Ufer am Quai de la Mégisserie oder von der Brücke Pont au Change, besonders in den Abendstunden.
  • Fotografieren Sie die prunkvolle goldene Uhr an der Tour de l'Horloge unbedingt vor dem Betreten des Geländes von der Straßenecke aus, da sie vom Innenhof der Anlage nicht mehr sichtbar ist.
  • Für Familien mit Kindern bietet das HistoPad eine integrierte digitale Schatzsuche, bei der im gesamten Gebäude versteckte virtuelle Münzen gesammelt werden können.
  • Die dicken Steinmauern des riesigen Gardesaals wirken wie ein natürlicher Kühlschrank, weshalb es im Inneren selbst während sommerlicher Hitzewellen empfindlich kühl ist und ein leichter Pullover empfehlenswert bleibt.
  • Nutzen Sie nach dem Verlassen des Gebäudes den ruhigen Quai de l'Horloge für einen Spaziergang in Richtung der malerischen Place Dauphine, um den großen Touristenmassen auf dem Boulevard du Palais zu entgehen.
  • Der Souvenirshop am Ausgang führt eine exzellente Auswahl an tiefgehender Literatur zur Französischen Revolution sowie exklusive Andenken rund um Marie-Antoinette, die in gewöhnlichen Pariser Touristenläden kaum zu finden sind.

Lage und Umgebung

Das Viertel

  • Die Île de la Cité ist das historische Herz von Paris, eine von der Seine umschlossene Insel mit monumentaler Architektur.
  • Tagsüber ist die Gegend ein Magnet für Touristen und Geschichtsinteressierte, während es abends an den Uferpromenaden ruhiger und romantischer wird.
  • Das Viertel eignet sich perfekt für ausgedehnte Spaziergänge am Wasser und das Eintauchen in das mittelalterliche und revolutionäre Frankreich.

Zu Fuß erreichbar (bis 15 Minuten)

  • Sainte-Chapelle — weltberühmte gotische Kapelle mit atemberaubenden Buntglasfenstern · 1 Min. zu Fuß
  • Place Dauphine — ein versteckter, ruhiger Platz im Schatten von Kastanienbäumen · 3 Min. zu Fuß
  • Pont Neuf — die älteste noch erhaltene Brücke der französischen Hauptstadt · 4 Min. zu Fuß
  • Notre-Dame de Paris — die ikonische Kathedrale der Stadt auf derselben Insel · 8 Min. zu Fuß
  • Quartier Latin — lebhaftes Studentenviertel mit engen Gassen und historischen Buchhandlungen · 10 Min. zu Fuß
  • Louvre — das größte Kunstmuseum der Welt auf der anderen Flussseite · 12 Min. zu Fuß

15–30 Minuten mit Verkehrsmitteln

  • Panthéon — monumentale Grabstätte berühmter französischer Persönlichkeiten im Quartier Latin · 15 Min. mit der Metro
  • Musée d'Orsay — beeindruckende Sammlung impressionistischer Kunst in einem ehemaligen Bahnhof · 15 Min. mit der RER
  • Jardin du Luxembourg — prachtvolle Parkanlage, ideal zum Entspannen nach historischen Besichtigungen · 15 Min. mit der RER
  • Tour Eiffel — das unverzichtbare Wahrzeichen von Paris an der Seine · 25 Min. mit der RER

Essen in der Nähe

  • Brasserie Les Deux Palais — traditionelles Pariser Bistro direkt gegenüber dem Justizpalast · mittleres Preissegment · ohne Reservierung möglich · 2 Min. zu Fuß
  • Le Caveau du Palais — klassische französische Küche auf der ruhigen Place Dauphine · gehoben · Reservierung empfohlen · 3 Min. zu Fuß
  • Le Procope — das älteste Restaurant von Paris mit historischem Ambiente · teuer · Reservierung zwingend erforderlich · 12 Min. zu Fuß

Ein perfekter Tagesausflug

Starten Sie den Tag mit einem Spaziergang über die Pont Neuf zur Île de la Cité und besichtigen Sie zuerst die Conciergerie. Direkt im Anschluss bietet sich die benachbarte Sainte-Chapelle an, bevor Sie für ein klassisches Mittagessen in der Brasserie Les Deux Palais einkehren.

Am Nachmittag können Sie gemütlich zur Kathedrale Notre-Dame de Paris schlendern und den Tag in den belebten Gassen des angrenzenden Quartier Latin ausklingen lassen.

Gut zu wissen: Die Uferpromenaden der Seine direkt unterhalb der Conciergerie sind am späten Nachmittag ein beliebter Treffpunkt der Einheimischen, um den Sonnenuntergang über dem Fluss zu genießen.

Referenz

Fakten

Mehr lesen

Zahlen und Fakten

  • Dimensionen: Der riesige gotische Salle des Gens d'Armes ist 64 Meter lang, 27,5 Meter breit und 8,5 Meter hoch, was ihn zu einem der größten erhaltenen mittelalterlichen Säle Europas macht.
  • Bauzeitraum: Der markante Uhrenturm (Tour de l'Horloge) mit seinen 47 Metern Höhe wurde zwischen 1350 und 1353 als Wachturm des damaligen Königspalastes errichtet.
  • Todesurteile: Während der Terrorherrschaft verurteilte das Revolutionstribunal in diesen Mauern in nur 780 Tagen exakt 2.780 Gefangene zum Tode.
  • Haftdauer: Marie-Antoinette verbrachte genau 76 Tage in der Conciergerie, von ihrer Einlieferung im August bis zu ihrer Hinrichtung am 16. Oktober 1793.
  • Kapazität: Auf dem Höhepunkt der Französischen Revolution drängten sich über 500 Gefangene gleichzeitig in den Zellen, dreimal so viele wie unter dem Ancien Régime.

Mythen und Irrtümer

  • Mythos: Die heute gezeigte Zelle von Marie-Antoinette ist im originalen Zustand erhalten geblieben. In Wirklichkeit: Die echte Zelle wurde 1816 in eine Sühnekapelle umgewandelt; die heutige Zelle ist eine Rekonstruktion.
  • Mythos: Jeder Gefangene der Conciergerie wurde ausnahmslos unter der Guillotine hingerichtet. In Wirklichkeit: Mehr als ein Drittel der Angeklagten entging dem Tod und wurde freigesprochen oder ins Exil geschickt.
  • Mythos: Die Hinrichtungen der prominenten Gefangenen fanden direkt im Innenhof der Conciergerie statt. In Wirklichkeit: Das Gebäude war nie ein Hinrichtungsort; die Verurteilten wurden mit Karren zu öffentlichen Plätzen gefahren.
  • Mythos: Das Gebäude wurde von Beginn an als düsteres, fensterloses Gefängnis konzipiert. In Wirklichkeit: Die Anlage war ursprünglich der prachtvolle Palais de la Cité, der Hauptsitz der französischen Könige.

Seltenes und Ungewöhnliches

  • Vor dem Schafott: Im sogenannten "Salle de la Toilette" wurden den Verurteilten die Haare im Nacken rasiert, damit die Klinge der Guillotine später ungehindert fallen konnte.
  • Die erste öffentliche Uhr: Die Uhr am Tour de l'Horloge (installiert 1370) war revolutionär, da sie den Parisern erstmals die weltliche "Zeit des Königs" anstelle der kirchlichen Glocken anzeigte.
  • Klassengesellschaft hinter Gittern: Die Haftbedingungen hingen vom Geldbeutel ab – reiche Insassen kauften sich Betten ("Pistole"), während die Ärmsten auf feuchtem Stroh ("Paille") schliefen.
  • Spuren der Flut: An den massiven Säulen der Conciergerie sind noch heute historische Hochwassermarken zu sehen, die an die verheerende Jahrhundertflut der Seine im Jahr 1910 erinnern.
  • Der Name "Conciergerie": Die Bezeichnung stammt nicht von einem einfachen Hausmeister, sondern vom "Concierge", einem hochrangigen königlichen Beamten, der für Polizei und Ordnung zuständig war.
Hintergrund

Geschichte

Mehr lesen

Die Conciergerie auf der Île de la Cité begann ihre Geschichte als prächtiger Palast. Im Mittelalter residierten hier die französischen Herrscher, wovon der gewaltige gotische Saal der Wachen (Salle des Gardes) noch heute eindrucksvoll zeugt.

Als die Könige später in den Louvre und schließlich nach Versailles zogen, wandelte sich die Funktion des Gebäudes drastisch.

Vom Königspalast zum Vorhof der Guillotine

Während der Französischen Revolution wurde der ehemalige Palast zum zentralen und berüchtigtsten Gefängnis von Paris. In der Zeit der Schreckensherrschaft diente die Conciergerie als letzte Station für tausende Gefangene vor ihrer Hinrichtung.

Die berühmteste Insassin war Königin Marie-Antoinette, deren rekonstruierte Zelle heute den emotionalen Höhepunkt des Rundgangs bildet.

Da im Laufe der Jahrhunderte nur wenige originale Interieurs erhalten geblieben sind, wird die düstere Vergangenheit für heutige Besucher digital erlebbar gemacht.

Mit dem HistoPad, einem Tablet mit Augmented Reality, blicken Sie direkt in die prunkvollen mittelalterlichen Festsäle und die beklemmenden Gefängniszellen der Revolutionszeit zurück. So erschließt sich die historische Bedeutung des Ortes auch ohne erhaltene Möbelstücke auf sehr anschauliche Weise.

♿ Barrierefreiheit & Familien

Barrierefreiheit & Familienfreundlichkeit

Rollstuhlfahrer & eingeschränkte Mobilität Die Conciergerie (2 Boulevard du Palais, nahe der Metrostation Cité) ist aufgrund ihrer mittelalterlichen Architektur für Rollstuhlfahrer leider nicht zugänglich.

Besucher müssen bereits am Eingang 14 Stufen hinabsteigen, und auch im Inneren erfordern die historischen Räume das Überwinden zahlreicher Treppen. Für Besucher mit einem offiziellen Schwerbehindertenausweis und eine Begleitperson ist der Eintritt jedoch kostenlos.

Mit Baby & Kinderwagen Lassen Sie den Kinderwagen nach Möglichkeit in der Unterkunft. Die Treppen und historischen Pflastersteine machen die Nutzung extrem mühsam.

Falls Sie dennoch einen Kinderwagen mitbringen, muss dieser zwingend klein und vollständig zusammenklappbar sein, um durch die Röntgenscanner der strengen Sicherheitskontrollen des Justizpalastes zu passen. Eine Babytrage ist für dieses Monument die mit Abstand beste Wahl.

Altersgrenzen & Freier Eintritt Während das reguläre Ticket für Erwachsene 13 EUR kostet, haben Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren generell freien Eintritt. Dies gilt ebenso für EU-Bürger unter 26 Jahren. Minderjährige müssen bei der Besichtigung von einem Erwachsenen begleitet werden.

Komfort & Atmosphäre für Familien Die alten Gewölbe und Gefängniszellen, in denen einst Marie-Antoinette inhaftiert war, sind historisch faszinierend, können auf kleine Kinder aber düster und kühl wirken. Ein großer Pluspunkt ist das bei der Besichtigung ausgegebene „HistoPad“.

Dieses Tablet bietet eine interaktive Schatzsuche und zeigt 3D-Rekonstruktionen der Räume zur Zeit der Französischen Revolution – ideal, um die Geschichte für Kinder ab etwa sieben Jahren greifbar und spannend zu machen.

🏢 Vor Ort

Toiletten: Im Inneren der Conciergerie stehen den Besuchern kostenlose Toiletten zur Verfügung. Bitte beachten Sie, dass diese aufgrund der historischen Architektur des mittelalterlichen Gebäudes nicht barrierefrei zugänglich sind.

Essen und Trinken: Es gibt weder ein Café noch ein Restaurant direkt auf dem Gelände. Aufgrund der strengen Sicherheitsvorkehrungen des angrenzenden Justizpalastes ist das Mitbringen von Glasflaschen strikt untersagt. Wasser in herkömmlichen Plastikflaschen für den Eigenbedarf ist jedoch erlaubt.

Für eine Pause vor oder nach der Besichtigung bieten sich die zahlreichen Bistros und Cafés auf der Île de la Cité oder im nahegelegenen Quartier Latin an.

Souvenirshop: Am Ende des Rundgangs führt der Weg durch die offizielle Boutique. Das Sortiment ist stark auf die Geschichte des Ortes zugeschnitten und bietet eine große Auswahl an Literatur, Postkarten und Andenken rund um Marie-Antoinette, die Französische Revolution und das mittelalterliche Paris.

WLAN und weitere Ausstattung: Ein kostenloses, öffentliches WLAN-Netz wird in den dicken Steinmauern der Conciergerie nicht angeboten. Das am Eingang ausgegebene HistoPad funktioniert autark und benötigt keine eigene Internetverbindung.

Spezielle Einrichtungen wie Wickelräume, Trinkwasserspender oder Gebetsräume sind in dem historischen Denkmal nicht vorhanden.

Zuverlässigkeit & Aktualität

AutorAksel Paris Team
Veröffentlicht3. Mai 2026
Aktualisiert3. Mai 2026

FAQ

Muss ich den Eintritt im Voraus reservieren?

Ja, eine vorherige Ticketbuchung ist zwingend erforderlich. Ein reguläres Ticket für Erwachsene kostet 13 EUR.

Wie lange dauert die Besichtigung der Conciergerie?

Für den Rundgang benötigen Sie maximal eine Stunde, weshalb sich der Besuch ideal mit der direkt benachbarten Sainte-Chapelle kombinieren lässt.

Lohnt sich der Besuch trotz der fehlenden Originalmöbel?

Absolut, denn Sie erhalten ein HistoPad mit Augmented Reality, das die mittelalterliche Architektur und die Gefängniszellen der Französischen Revolution visuell rekonstruiert.

Welche Metrostation liegt am nächsten?

Die nächstgelegene Haltestelle ist die Station Cité auf der Metrolinie 4.

Gibt es ein Kombiticket für die Conciergerie und die Sainte-Chapelle?

Ja, es wird ein gemeinsamer Pass für 30 EUR angeboten. Beide Sehenswürdigkeiten sind täglich von 09:30 bis 18:00 Uhr geöffnet, wobei der letzte Einlass 30 Minuten vor Schließung erfolgt.